Verlobt und was jetzt?

Du hast dich mit deinem Partner gerade frisch verlobt und genießt noch dieses Kribbeln im Bauch, der Moment des Antrages, die Umgebung, die Sekunde in der du „Ja“ gesagt hast – es war einfach perfekt, alles hat gestimmt und du hättest es dir nicht besser erträumen können. Eure Verlobung bedeutet gleichzeitig, dass ein neuer Lebensabschnitt für euch beide beginnt. Alles ist super aufregend, denn du wirst deine/n Partner/in heiraten – deinen Seelenverwandten, besten Freund, deinen Lieblingsmenschen. Aber langsam kommen die Fragen – wir sind verlobt und jetzt? Was brauchen wir? Was wollen wir? Welche Unterlagen und Voraussetzungen gibt es und benötigen wir? Wie groß wollen wir heiraten? Wann wollen wir heiraten? Nur Standesamt oder auch Kirche? Vielleicht doch nur eine freie Trauung? Welches Budget haben wir zur Verfügung?

5 Tipps nach der Verlobung!

Ich kann dich beruhigen! Alles zu seiner Zeit! Du brauchst nicht in Planungsstress zu geraten. In den nächsten Zeilen gebe ich dir die 5 wichtigsten Tipps, die zuerst auf deine Checkliste gehören und die du nach eurer Verlobung erledigen solltest, an die Hand. Du möchtest gerne jetzt schon eine komplette Checkliste? Lade sie dir einfach direkt runter!

1. Termin festlegen!

Setzt euch zusammen und überlegt, an welchem Termin ihr gerne heiraten möchtet, denn daran orientiert sich alles Weitere. Sobald ihr euch für einen Termin entschieden habt, fragt schnellstmöglich bei eurem Standesamt nach, ob der Termin noch frei ist und ab wann ihr ihn für euch reservieren lassen könnt. Die Termine werden je nach Standesamt erst 6 Monate im Voraus vergeben.

Wollt ihr eine typische Sommerhochzeit oder vielleicht doch lieber eine zauberhaft verträumte Winterhochzeit wie im Märchen? Dieser Tag wird etwas ganz besonderes sein und wird euch ewig in Erinnerung bleiben.

Ein paar traditionelle Daten sind:
Tag der Verlobung
Jahrestag – der Tag an dem alles begann
Familientradition – jede Generation heiratet am gleichen Datum
„schöne“ Jahreszahlen – z.B. 20.02.20

Die „schönen“ Jahreszahlen sind meist sehr beliebt und zügig belegt. Hier heißt es schnell sein.

Die Erfahrung hat gezeigt: Freitage oder Samstage eignen sich zum Feiern am Besten. In der Regel muss keiner am nächsten Tag arbeiten und einem ausgelassenen Fest bis tief in die Nacht steht nichts im Wege.

2. Welches Standesamt?


Die nächste Frage lässt nicht lange auf sich warten. In welchem Standesamt heiraten wir? Viele Städte haben mittlerweile einiges an Auswahlmöglichkeiten, weil die meisten nicht mehr in einem „Standard“ Standesamt heiraten wollen. Informiert euch bei eurer Gemeindeverwaltung oder nutzt die Standesamt Suchfunktion und schaut welche Möglichkeiten hier angeboten werden. Evtl. ein schöner Turm, Burg oder Schlösschen oder in einem alten Gewölbekeller. Ihr werdet ganz bestimmt das passende finden! Natürlich benötigt ihr auch wieder einiges an Unterlagen und Dokumenten für das Standesamt, was genau kannst du dir in der Standesamt Checkliste anschauen.

3. Kirche – ja, ich will!?


Wenn du die Standesamt Frage geklärt hast, kommen wir zur Kirche. Möchtet ihr überhaupt in der Kirche heiraten? Oder es vielleicht doch nur beim Standesamt belassen? Oder ganz romantisch an einem See mit einer freien Trauung? Auch hierüber müsst ihr euch Gedanken machen. Heiratet ihr in der kleinen Kirche in eurem kleinen netten Örtchen oder darf es der schöne prunkvolle Dom in der nächsten größeren Stadt sein? Fakt ist, wenn ihr in der Kirche in eurem Ort heiratet, also die Kirche die für euch „zuständig“ ist, dann kommen da keine Kosten auf euch zu. Möchtet ihr allerdings in einem anderen Ort in der Kirche heiraten, kommen hier oft „Mietgebühren“ auf euch zu. Diese Mietgebühr beläuft sich je nach Region auf ca. 250€. Bei einer freien Trauung, je nachdem wo ihr heiraten möchtet, können da natürlich auch weitere Kosten anfallen.

4. Location


Ihr solltet euch auch recht zügig Gedanken machen wo ihr feiern wollt, denn die beliebten Locations sind oft bereits 1 Jahr im Voraus ausgebucht. Vielleicht schießt euch sofort eine Adresse in den Kopf, bei der ihr schon immer gesagt habt „Wenn ich mal heirate, dann da!“. Dann nichts wie ran an den Hörer und einen Besichtigungstermin ausmachen. Falls dies nicht der Fall ist, legt erst mal einen Rahmen fest. Alte Scheunen im rustikalen Stil sind sehr beliebt. Sie haben einen schönen romantischen Touch. Also ideal für Hochzeitsfeiern. Ein Restaurant mit alten Holzbalken hat auch seinen ganz eigenen Charme. Vielleicht darf es auch das süße kleine Schlösschen oder Burg in eurer Gegend sein, was sehr gemütlich in den alten Gewölbekellern sein kann. Oder lieber prunkvoll in einem großen Saal, Event Halle oder ähnlichem. Je nach Wetter und Jahreszeit, gibt es natürlich auch sehr hübsche Locations im freien.
Ganz egal für was ihr euch letztendlich entscheidet, es ist wichtig, dass ihr schon mal eine grobe Gästeliste erstellt, denn nicht jede Location hat ausreichend Platz für alle Gäste. Das Gegenteil wäre, wenn zu viel Platz vorhanden wäre, da würdet ihr mit euren Gästen ganz verloren aussehen.

5. Trauzeugen


Seit dem 1.Juli 1998 sind Trauzeugen nicht mehr vorgeschrieben. Man kann aber auf Wunsch bis zu zwei Trauzeugen benennen.
Das heißt, wenn ihr auf Trauzeugen verzichten wollt, aus welchen Gründen auch immer, ist das vollkommen in Ordnung.
Viele entscheiden sich immer noch für Trauzeugen. Mittlerweile ist auch der Trend Trauzeugen und Brautjungfern zu haben zu uns rüber geschwabbt. Ihr solltet euch vorher im Klaren sein, was ihr euch von euren Trauzeugen „erwartet“ um zu differenzieren, ob die Person den Aufgaben auch gewachsen ist. Trauzeugen und Brautjungfern unterstützen und entlasten das Brautpaar mit den Planungen und Durchführungen. Vorallem während eurem großen Tag, sind sie stets an eurer Seite und halten euch den Rücken frei, damit ihr euer Fest in vollen Zügen genießen könnt.
Mehr zu ihren Aufgaben könnt ihr in meinem Beitrag „Die perfekte Trauzeugin“ nachlesen.


Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt! *Albert Schweizer